Warum Zero Waste und Gedankenpflege für mich zusammengehören

Ich weiß nicht mehr genau was zuerst da war. Das Bedürfnis meinen Müll zu reduzieren, oder das Bedürfnis meine negativen Gedanken zu hinterfragen. Für mich hängt beides auf jeden Fall zusammen. Wer kennt das nicht, wenn man eine Fastenwoche macht, sich innerlich reinigt und plötzlich das Bedürfnis hat in seiner Wohnung alle Kästen zu entrümpeln und alte Dinge, die man nicht mehr in Verwendung hat, weiter zu schenken oder zu spenden.

Am leichtesten war es für mich den Zero Waste Gedanken in der Küche umzustellen. Ich begann auf Bauernmärkten und in Bio-Läden einzukaufen. Niemand beschwert sich hier über mitgebrachte Sackerl oder Dosen. Käse und Fleisch kann einfach in die eigenen Behälter gepackt werden. Gemüse passt gut in alte Plastik Sackerl oder in selbst genähte Baumwollbeutel.

Nach einer Weile wurde ich immer motivierter und wollte auch im Badezimmer einiges umstellen. Ich mache mir meine Seife für Haare und Haut selbst, den Conditioner kaufe ich im "Das Gramm", der beste Zero Waste Laden in Graz. Meine Haut pflege ich nicht mehr mit gekauften Bodylotions sondern mit hochwertigen Ölen, die ich in Glasflaschen im naheliegenden Supermarkt kaufen kann.

verpackungsfrei zerowaste zero waste
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Für mich bedeutet Zero Waste nicht „alles oder nichts“. Ich produziere natürlich nach wie vor Müll, aber ich habe ihn auf jeden Fall um fast 80% reduzieren können. Dinge, die komplett unnötig sind wie Strohhalme, Plastikbesteck oder Coffee-to-go Becher habe ich im Grunde schon immer gemieden. In Lokalen bestelle ich meinen Aperol-Spritzer immer ohne Strohhalm, manchmal klappt es, manchmal nicht. Es geht mir persönlich darum die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass auch kleine Veränderungen viel bewirken können.

Früher bin ich wöchentlich mit Restmüll und Plastik zu den Mülleimern gegangen, jetzt gehe ich gerade mal einmal alle drei Monate dort hin. Biomüll fällt natürlich fast täglich an, weil ich immer frisch koche und es auch liebe in der Küche neue Dinge auszuprobieren. Knäckebrot, Granola, Hummus, Marmelade, Chutneys, Ketchup wird alles selbst gemacht.

Auch beim Putzen habe ich mich für den guten alten Essig entschieden. Den setze ich selbst an oder kaufe ihn in einer Glasflasche. Oft sind die guten alten Tricks von Oma einfach umzusetzen und auch sehr effektiv.

Wäsche wird mit einem Waschei und nur ganz wenig flüssig Waschmittel gewaschen, als Weichspüler dient auch hier Essig. So brauche ich nur 2 Flaschen Flüssigwaschmittel, welches in Plastik verpackt ist, im Jahr. Ich hoffe, dass es bald eine Möglichkeit gibt Flüssigwaschmittel abgefüllt im eigenen Behältern zu kaufen. Pulver und auch selbst gemachtes Kastanienwaschmittel waren bis dato keine passende Alternative für mich.

Mir gibt es ein besseres Lebensgefühl auf diese Dinge zu achten. Ein anderer verzichtet auf sein Auto und fährt mit dem Rad, ich habe meinen Haushalt müllfreier gemacht und versuche das Bewusstsein der Menschen zu erreichen Kleinigkeiten zu verändern.

Meine Zero Waste Erfahrungen teile ich auf Instagram. Ich poste Rezepte, Tipps und Tricks für Küche, Bad und Haushalt.

Vielleicht konnte ich Sie ein bisschen motivieren und Ihnen den Zerowaste-Gedanken schmackhaft machen. Wenn jeder eine Kleinigkeit ändert, ist es in Summe eine große Veränderung.

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